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Eingriffskondiktion — Zuweisungsgehalt

Nichtleistungskondiktion wegen Eingriffs in fremde Rechtsposition klären: Immaterialgüterrechte, Persönlichkeitsrechte. Normen: § 812 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 BGB. Prüfraster: Zuweisungsgehalt der Rechtsposition, Eingriff ohne Leistung, Fallgruppen. Output: Anspruchsanalyse Eingriffskondiktion mit Bereicherungsumfang. Abgrenzung: nicht Leistungskondiktion Alt. 1 (Leistungsbeziehung vorhanden).

ID: de.ip.eingriffskondiktion-zuweisungsgehalt Version: 0.1.0 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-01
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Eingriffskondiktion — Zuweisungsgehalt

Triage — kläre vor der Prüfung

  1. Welche konkrete Rechtsposition des Anspruchstellers wurde genutzt (Eigentum, Urheberrecht, Marke, Patent, Persönlichkeitsrecht)?
  2. Weist die Rechtsordnung dem Rechtsinhaber die wirtschaftliche Nutzung exklusiv zu (Zuweisungsgehalt)?
  3. Liegt eine Lizenz, gesetzliche Erlaubnis oder sonstige Gestattung vor?
  4. Wie ist der Wert des Eingriffs zu bemessen (Lizenzanalogie, übliche Marktlizenz)?
  5. Kommen daneben Schadensersatzansprüche (§§ 97 ff. UrhG, § 14 Abs. 6 MarkenG) in Betracht?

Zentrale Normen

§ 812 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 BGB (Nichtleistungskondiktion/Eingriffskondiktion) — § 818 Abs. 2 BGB (Wertersatz) — § 903 BGB (Eigentum) — § 15 UrhG (Verwertungsrechte) — § 14 MarkenG (Markenverletzung) — § 9 PatG (Patentrecht) — § 12 BGB, § 22 KunstUrhG (Persönlichkeitsrecht) — § 242 BGB (Treu und Glauben)

Rechtsprechung

Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Grundprinzip

Die Eingriffskondiktion schützt den Inhaber einer Rechtsposition gegen wirtschaftliche Ausbeutung seiner Position ohne Rechtsgrund. Maßgeblich ist der Zuweisungsgehalt der verletzten Rechtsposition.

Vorrang der Leistungsbeziehung prüfen

Die Eingriffskondiktion ist kein Auffangbecken für unsaubere Leistungsketten. Vor Alt. 2 muss geklärt sein:

  • Hat der Anspruchsteller selbst geleistet?
  • Hat ein Dritter mit erkennbarem Leistungszweck geleistet?
  • Gibt es eine Anweisung, Abtretung, Lizenzkette oder sonstige Zweckbeziehung?
  • Soll der Beklagte wirklich wegen eines Eingriffs haften oder nur als Endempfänger einer fehlerhaften Leistung?

Wenn eine Leistungskette plausibel ist, zuerst leistungsbegriff-bewusste-zweckgerichtete-mehrung und mehrpersonenverhaeltnisse-direkt-und-durchgriffskondiktion verwenden.

Tatbestandsmerkmale

1. Bestehendes Recht mit Zuweisungsgehalt

Beispiele:

  • Eigentum: § 903 BGB weist dem Eigentümer die Nutzung seiner Sache exklusiv zu.
  • Urheberrecht: § 15 UrhG weist dem Urheber die Verwertungsrechte zu.
  • Markenrecht: § 14 MarkenG weist dem Markeninhaber die Nutzung der Marke zu.
  • Patent: § 9 PatG weist dem Patentinhaber die gewerbliche Nutzung zu.
  • Persönlichkeitsrecht: Kommerzialisierung des Namens oder Bildnisses.

2. Eingriff in den Zuweisungsgehalt

Der Schuldner hat die Rechtsposition genutzt, als ob sie ihm gehörte, ohne Zustimmung oder Lizenz des Berechtigten.

3. Ohne Rechtsgrund

Keine Lizenz, keine Gestattung, kein gesetzlicher Erlaubnissatz.

Rechtsfolge — Wertersatz/Lizenzanalogie

Bei Unmöglichkeit der Naturalrestitution schuldet der Eingreifer den objektiven Wert der Nutzung — in der Praxis die übliche Lizenzgebühr (Lizenzanalogie). Der Anspruchsteller muss nicht nachweisen, dass er selbst eine Lizenz erteilt hätte.

Wertbestimmung

Ermittle den Vorteil nicht pauschal:

  • objektiver Nutzungswert,
  • übliche Lizenz oder marktüblicher Preis,
  • ersparte Lizenzaufwendungen,
  • gezogene Nutzungen oder Erlöse,
  • Abzug nur für Positionen, die den herauszugebenden Vorteil wirklich mindern.

Gewinnabschöpfung, Schadensersatz und Bereicherungswertersatz sind gedanklich getrennt zu prüfen, auch wenn sie praktisch ähnliche Zahlen liefern können.

Verhältnis zu Schadensersatz

Eingriffskondiktion und Schadensersatzanspruch (§§ 97 ff. UrhG, § 14 Abs. 6 MarkenG) stehen nebeneinander. Vorteil: kein Verschuldensnachweis erforderlich.

Prüfschema

  1. Welche Rechtsposition hat der Anspruchsteller inne?
  2. Weist die Rechtsordnung diesem die wirtschaftlichen Früchte exklusiv zu?
  3. Hat der Schuldner in diesen Zuweisungsgehalt eingegriffen?
  4. Liegt ein Rechtsgrund (Lizenz, gesetzliche Erlaubnis) vor?
  5. Ist eine Leistungsbeziehung vorrangig?
  6. Wie ist der Wert des Eingriffs zu bemessen?

Output-Template

Prüfung Eingriffskondiktion — § 812 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 BGB

Sachverhalt (kurz): [...]

Merkmal Ergebnis
Rechtsposition mit Zuweisungsgehalt z. B. Urheberrecht / Marke / Eigentum
Eingriff durch Schuldner ja / nein
Rechtsgrund (Lizenz/Gestattung) nein → Kondiktion möglich
vorrangige Leistungsbeziehung nein / ja: [...]
Wertbemessung Lizenzanalogie: [...] EUR
Schadensersatz konkurrierend ja / nein

Ergebnis: Eingriffskondiktion nach § 812 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 BGB, gerichtet auf Herausgabe des Wertersatzes i.H.v. [...] EUR.


Hinweis: Keine Rechtsberatung. Mechanische Prüfung anhand vom Nutzer behaupteter Tatsachen. Falsche Normwahl oder unvollständiger Sachverhalt kann das Ergebnis vollständig entwerten.

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