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Einfache Sprache

Kanzlei oder Behoerde will juristischen Text für normale Buerger verstaendlich machen: Einfache Sprache B1-Niveau zielgruppenorientiert klare Gliederung erklärte Rechtsbegriffe gesicherte Fristen. Normen BGG § 11 Leichte Sprache Behindertenrecht BITV 2.0. Prüfraster Satzlaenge Aktiv-Passiv-Balance Glossar Fristen-Sicherung Rechtsinhalt-Vollständigkeit. Output Einfache-Sprache-Version mit Erklärungen. Abgrenzung zu elsj-leichte-sprache (noch staerkere Vereinfachung B2/A2) und elsj-qualitaetsgate (Prüfung).

ID: de.general.elsj-einfache-sprache Version: 0.1.0 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-01
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Einfache Sprache

Nutze diesen Skill, wenn ein juristischer Text für ein allgemeines Publikum verständlich werden soll, ohne die Standardsprache vollständig zu verlassen.

Triage zu Beginn

  1. Welche Zielgruppe soll den Text lesen (allgemeines Publikum, Personen mit geringer Lesekompetenz, Verbraucher mit Behördenkontakt)?
  2. Welches Medium: Brief, Bescheid, Website, Formular, E-Mail?
  3. Darf der Text stark gekürzt werden oder muss der vollständige Rechtsinhalt erhalten bleiben?
  4. Gibt es bereits einen Hausstil oder eine Vorlage für Einfache Sprache in der Einrichtung?

Aktuelle Rechtsprechung

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Zentrale Normen

  • § 11 BGG — Barrierefreiheit von Bescheiden und oeffentlichen Dokumenten
  • § 9 EBV — Einfache Sprache in Bescheiden der Erbenberatung
  • § 242 BGB — Treu und Glauben als Grundlage des Transparenzgebots
  • BITV 2.0 — Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, Anhang 1 (Verstaendlichkeit digitaler Dokumente)

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Output-Template: Einfache-Sprache-Fassung

Adressat: Mandant / Buerger — Tonfall: klar, direkt, respektvoll

# Kurze Antwort

[1-2 Saetze: Das Wichtigste zuerst]

# Was ist passiert?

[Sachverhalt ohne Fachjargon]

# Was bedeutet das fuer Sie?

[Rechtliche Konsequenzen in verstaendlichen Worten]

# Was koennen Sie jetzt tun?

Option A: [Handlung 1 — Frist: DD.MM.JJJJ]
Option B: [Handlung 2]

# Frist

Wichtig: Bis [DATUM] muessen Sie handeln.
Wenn Sie nichts tun, dann: [Rechtsfolge kurz]

# Schwere Woerter kurz erklaert

- Widerspruch: Sie sagen der Behoerde, dass Sie nicht einverstanden sind.
- Verjährung: Nach Ablauf dieser Frist koennen Sie nichts mehr verlangen.

Ziel

Der Text soll schnell beantworten:

  • Worum geht es?
  • Was bedeutet das für die lesende Person?
  • Was muss oder kann sie tun?
  • Bis wann?
  • Was passiert, wenn sie nichts tut?

Regeln für die Übertragung

  • Stelle die wichtigste Information an den Anfang.
  • Verwende klare Überschriften.
  • Halte Absätze kurz.
  • Schreibe aktiv.
  • Nutze Verben statt Substantivierungen.
  • Vermeide verschachtelte Sätze.
  • Erkläre Fachwörter beim ersten Auftreten.
  • Verwende denselben Begriff immer gleich.
  • Ersetze Amts- und Kanzleistil durch direkte, respektvolle Sprache.
  • Lass Rechtsgrundlagen stehen, wenn sie wichtig sind, aber erkläre ihre Bedeutung.

Juristische Struktur

Für Mandantenbriefe und Verbraucherinformationen verwende bevorzugt:

# Kurze Antwort

...

# Was ist passiert?

...

# Was bedeutet das für Sie?

...

# Was können Sie jetzt tun?

...

# Frist

...

# Schwere Wörter kurz erklärt

...

Was nicht passieren darf

  • Keine Frist verkürzen oder verlängern.
  • Keine Pflicht in eine bloße Empfehlung umformulieren.
  • Kein Wahlrecht unterschlagen.
  • Keine Ausnahme weglassen, wenn sie praktisch wichtig sein kann.
  • Keine ungesicherte Rechtsberatung hinzufügen.
  • Keine rechtliche Unsicherheit als sicher darstellen.

Stilhinweise

Schlecht:

Gegen den Bescheid kann binnen eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden.

Besser:

Sie können Widerspruch einlegen. Dafür haben Sie 1 Monat Zeit. Die Frist beginnt, wenn Sie den Bescheid bekommen haben.

Ausgabe

Gib am Ende eine Mini-Prüfung aus:

Punkt Ergebnis
Zielgruppe genannt ja/nein
Fristen erhalten ja/nein
Rechtsfolgen erhalten ja/nein
schwere Wörter erklärt ja/nein
weiterer Prüfbedarf kurz

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