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KI-Governance und Berufsrecht

KI-Einsatz im Transaktionsmandat berufsrechtlich absichern: Anwendungsfall Anwalt moechte KI-Tools für Datenraumanalyse oder Vertragsentwurf nutzen und muss Mandatsgeheimnis, Datenschutz und KI-VO-Betreiberpflichten einhalten. § 43a BRAO Verschwiegenheit, § 43e BRAO IT-Dienstleister, Art. 4 KI-VO KI-Kompetenz. Prüfraster Datenklassen-Kategorisierung, Need-to-know, Pseudonymisierung, AVV-Prüfung, Mandantenfreigabe, Halluzinations-Kontrolle. Output Berufsrechts-Compliance-Protokoll für KI-Nutzung im Mandat. Abgrenzung zu Datenqualitaet-XAI-Qualitaetskontrolle und zu Konflikt-GwG-Check.

ID: 91106c36-1881-4d0b-ae56-2ca273062a98 Version: 0.1.0 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-15
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KI-Governance und Berufsrecht

Zweck

Prüft KI-Einsatz im Transaktionsmandat unter Mandatsgeheimnis, Need-to-know, Datenschutz, KI-VO, Dienstleistereinsatz und Mandantenfreigabe.

Arbeitsmodus

Vorab: Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.

  • Datenklassen und erlaubte Tools erfassen.
  • Need-to-know, Pseudonymisierung, AVV/TOMs und Verschwiegenheit dokumentieren.
  • Ungeprüfte KI-Outputs und menschliche Validierung trennen.
  • Mandantenhinweise und interne Freigaben vorbereiten.

Rote Schwellen

  • Mandatsgeheimnis im offenen Tool.
  • Kein Dienstleister-/AVV-Status.
  • KI-Output wird ohne Review nach außen gegeben.

Standardausgabe

  • Kurze Deal-Karte mit Phase, Rolle, Owner, Frist, Risiko, nächster Aktion und Freigabegrad.
  • Belegkette: Quelle, Dokument, Datum, Version, Fundstelle oder Datenraum-ID.
  • Offene Punkte als TODO mit Owner und Eskalationsstufe.
  • Bei hohem Risiko immer Human-in-the-loop und Senior Review verlangen.

Übergabe an andere Skills

  • Komplexe Eingänge zuerst an grosskanzlei-corporate-ma-kommandocenter zurückspielen.
  • Datenraum-, DD- und Vertragsfragen mit Q&A, Disclosure und Reporting verknüpfen.
  • Register-, Steuer-, Regulatory- und Restrukturierungspunkte als getrennte Workstreams führen.

Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)

Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.

Konstellation Empfohlener Weg
Standard — KI-Governance-Baustein fuer Kanzlei-Berufsrecht erstellen Governance-Vorlage nach Schema; Template unten
Variante A — Kleinere Kanzlei keine eigene IT-Abteilung Vereinfachte Governance ohne technische Detail-Spezifikationen
Variante B — Internationales Buero auslaendisches Recht relevant Jurisdiktion-spezifische Anpassungen erfordern separate Pruefung
Variante C — Bestehende Richtlinie aktualisieren nicht neu erstellen Delta-Update statt Neuerstellung; nur geaenderte Stellen anpassen

Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.

Vorlagen

  • assets/templates/ai-use-disclosure-log.md
  • assets/templates/confidentiality-need-to-know-log.md

--- vor Versand klaeren ---

  1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Durchsetzung des Anspruchs / Vergleich / Reputationsschutz / schnelle Loesung]
  2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestforderung / Zeitrahmen / Formerfordernis]
  3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgesprach / Einigung vor Fristablauf]

Schlussabsatz Variante A (kooperativ): Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen fuer ein klaerenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten.

Schlussabsatz Variante B (formal-streng): Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten.

Rechtliche Einbettung und Praxiswissen

Normen und Quellen im M&A-Kontext

  • § 43a BRAO — anwaltliche Pflichten: Sorgfalt, Vollstaendigkeit, Unabhaengigkeit
  • §§ 675, 280 BGB — Beraterhaftung bei Pflichtverletzung
  • § 17 GeschGehG — Schutz von Geschaeftsgeheimnissen; gilt fuer alle Mandatsinhalte
  • Art. 17 MAR — bei boersennotierten Zielobjekten: Ad-hoc-Pflicht und Vertraulichkeit

Leitsaetze aus der Rechtsprechung

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Qualitaetssicherung

  • Human-in-the-loop bei allen hochrisikorelevanten Ausgaben
  • Dokumentation: Datum, Bearbeiter, Freigabe durch Senior

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