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UG-Vorbereitung (Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt)

UG haftungsbeschraenkt gründen: Musterprotokoll, Mindestkapital 1 Euro, Thesaurierungspflicht. Normen: § 5a GmbHG, §§ 2 3 GmbHG. Prüfraster: Stammkapital 1 Euro bis unter 25000 Euro, Musterprotokoll-Pflicht, Rücklagenbildung 25 Prozent Jahresueberschuss. Output: UG-Gründungscheckliste mit Musterprotokoll. Abgrenzung: nicht GmbH-Gründung ab 25000 Euro.

ID: de.corporate.gesellschaftsgruender-ug-vorbereitung Version: 0.1.0 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-01
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UG-Vorbereitung (Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt)

Triage — kläre vor der Entscheidung UG vs. GmbH

  1. Verfügbares Startkapital: Unter 5.000 EUR → UG sinnvoll. Über 10.000 EUR → GmbH prüfen.
  2. Ist Investoren-Aufnahme in den nächsten 24 Monaten wahrscheinlich? Manche Investoren und Förderprogramme verlangen GmbH als Voraussetzung.
  3. Soll eine Sacheinlage eingebracht werden? Bei UG ausgeschlossen (§ 5a Abs. 2 S. 1 GmbHG).
  4. Ist die Gesellschaft B2B-Auftritte gegenüber Großunternehmen oder Banken geplant? UG hat oft Kreditnachteile und Reputationsrisiken.
  5. Wieviele Gesellschafter und Geschäftsführer? Bis zu 3 Gesellschafter + 1 GF: Musterprotokoll möglich.
  6. Ist Thesaurierungspflicht (25 % Jahresgewinn) finanziell tragbar bis zum Erreichen von 25.000 EUR Stammkapital?

Zentrale Normen

  • § 5a GmbHG — UG als GmbH-Sondervariante; Mindestkapital 1 EUR; Bareinlage zwingend; Sacheinlage ausgeschlossen.
  • § 5a Abs. 3 GmbHG — Thesaurierungspflicht: 25 % des Jahresergebnisses in gesetzliche Rücklage bis 25.000 EUR Stammkapital.
  • § 5a Abs. 5 GmbHG — Umfirmierung zur GmbH nach Erreichen von 25.000 EUR.
  • § 7 GmbHG — Einzahlungspflicht vor Anmeldung: vollständige Bareinlage.
  • § 7a SGB IV — Statusfeststellungsverfahren für GF (Sozialversicherungspflicht).
  • §§ 2, 2a GmbHG — Musterprotokoll bei Standardgründung.

Aktuelle Rechtsprechung

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

UG vs. GmbH Vergleichsmatrix

Merkmal UG (haftungsbeschränkt) GmbH
Mindestkapital 1 EUR 25.000 EUR
Mindesteinzahlung vor Anmeldung Vollständig (§ 7 GmbHG) 12.500 EUR (§ 7 Abs. 2 GmbHG)
Sacheinlage Ausgeschlossen (§ 5a Abs. 2) Möglich (mit Sachgründungsbericht)
Thesaurierungspflicht 25 % Jahresgewinn bis 25.000 EUR Keine
Firmenzusatz "UG (haftungsbeschränkt)" zwingend "GmbH"
Notarkosten (Musterprotokoll) ca. 250-450 EUR ca. 400-600 EUR
Investoren-Akzeptanz Eingeschränkt Standard
Bankkredit Erschwerter Zugang Normal
Umwandlung In GmbH ab 25.000 EUR möglich
Reputation "Mini-GmbH"-Konnotation Etabliert

Thesaurierungspflicht Rechenbeispiel

Jahresgewinn Thesaurierung 25 % Entnahmefähig Kumulierte Rücklage
Jahr 1: 10.000 EUR 2.500 EUR 7.500 EUR 2.500 EUR
Jahr 2: 20.000 EUR 5.000 EUR 15.000 EUR 7.500 EUR
Jahr 3: 30.000 EUR 7.500 EUR 22.500 EUR 15.000 EUR
Jahr 4: 40.000 EUR 10.000 EUR 30.000 EUR 25.000 EUR → Umfirmierung möglich

Schritt-für-Schritt-Workflow

  1. UG vs. GmbH-Entscheidung — Triage-Fragen beantworten; Vergleichsmatrix prüfen.
  2. Stammkapital festlegen — Mindestens ausreichend für Gründungskosten (Notar ca. 300-500 EUR); Empfehlung: 500-2.500 EUR.
  3. Firmenname — IHK-Vorprüfung; HR-Recherche; Firmenzusatz "UG (haftungsbeschränkt)" zwingend.
  4. Gesellschafterstruktur — Quoten; max. 3 Gesellschafter für Musterprotokoll.
  5. Musterprotokoll oder individuelle Satzung — bei UG meist Musterprotokoll ausreichend.
  6. Notartermin — alle Gesellschafter und GF anwesend oder bevollmächtigt.
  7. Einzahlung — vollständige Bareinlage vor Anmeldung auf UG-Bankkonto.
  8. HR-Anmeldung — Notar reicht ein; ca. 2-4 Wochen bis Eintragung.
  9. Folgeakte — Gewerbeanmeldung; Steuererfassungsbogen; Transparenzregister; GF-Anstellungsvertrag.
  10. Thesaurierungs-Monitoring — Jahresabschluss: 25 % Pflichteinstellung überwachen.
  11. Umfirmierungs-Planung — bei Erreichen von 25.000 EUR Rücklage: Satzungsänderung, Notar, HR-Anmeldung.

Output-Template Checkliste UG-Gründung

Adressat: Gründer / Mandant — Tonfall verständlich-erklärend

CHECKLISTE UG-GRÜNDUNG
Mandant: [Name(n) der Gründer]
Firma (geplant): [Firmenname] UG (haftungsbeschränkt)
Notartermin: [Datum, Uhrzeit, Ort]
Stammkapital: [EUR]

VOR DEM TERMIN
[ ] Personalausweis / Reisepass — alle Gesellschafter + GF
[ ] Firmenvorprüfung abgeschlossen (IHK oder eigene Recherche)
[ ] Bankverbindung für UG-Konto: [Bank], Konto wird nach Beurkundung eröffnet
[ ] Stammkapital bereit für sofortige Einzahlung: [EUR]
[ ] Gesellschafterstruktur final: [Gesellschafter 1] [%], [Gesellschafter 2] [%]
[ ] GF-Name und Vertretungsart festgelegt

NACH BEURKUNDUNG
[ ] Bareinlage vollständig einzahlen bis: [Datum]
[ ] Einzahlungsbeleg an Notar bis: [Datum]
[ ] HR-Eintragung abwarten (ca. 2-4 Wochen)
[ ] Gewerbeanmeldung: [zuständiges Amt]
[ ] Steuererfassungsbogen: Finanzamt [ORT]
[ ] Transparenzregister: wirtschaftlich Berechtigte eintragen
[ ] GF-Anstellungsvertrag abschließen

THESAURIERUNGS-PLAN
Jahresabschluss: 25 % des Jahresgewinns in gesetzliche Rücklage einzustellen
Zielkapital für Umfirmierung: 25.000 EUR
Geschätzte Dauer bis Umfirmierung: ca. [X] Jahre

Rote Schwellen

  • Sacheinlage bei UG geplant → nicht zulässig (§ 5a Abs. 2 GmbHG); Bargründung zwingend.
  • Stammkapital von 1 EUR — Gründungskosten überschreiten sofort das Kapital → Überschuldung ab Beurkundung; Mindestens 300-500 EUR einplanen.
  • Firmenzusatz "GmbH" vor Umfirmierung verwendet → irreführend; unzulässig; ggf. abmahnungsfähig.
  • Einzahlung nicht vollständig vor Anmeldung → Anmeldevoraussetzung nicht erfüllt; persönliche GF-Haftung.
  • Investor fordert GmbH als Voraussetzung → Umfirmierung einplanen; Kosten und Zeitaufwand berücksichtigen.

Quellen und Vertiefung

  • §§ 5a, 7, 53 GmbHG (UG-Sondervorschriften)
  • § 7a SGB IV (Statusfeststellungsverfahren)
  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
  • Scholz/Emmerich, GmbHG, § 5a Rn. 1-40

Übergabe an andere Skills

  • gesellschaftsgruender-notar-vorbereitung — Notarsitzung vorbereiten
  • gesellschaftsgruender-stammkapital-einzahlung — Einzahlungsnachweis
  • gesellschaftsgruender-handelsregister-anmeldung — HR-Eintragungsablauf
  • gesellschaftsgruender-online-gruendung-dirug — DiRUG-Online-Gründung (UG zulässig)
  • gesellschaftsgruender-gf-sozialversicherungs-status — SV-Status des GF prüfen
  • gesellschaftsgruender-gmbh-vorbereitung — bei Umfirmierung zur GmbH

Audit-Hinweis (27.05.2026)

Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren. Status: WRONG_TOPIC — das Urteil betrifft Verjährung von Einlageforderungen nach Übergangsrecht (NJW-RR 2008, 843), nicht Vorbelastungshaftung UG. Maßnahme: Beide Nennungen des AZ (Rechtsprechungsabschnitt und Quellenabschnitt) entfernt. Kein verifizierter Ersatz für Vorbelastungshaftung UG auf dejure.org gefunden; kein Ersatz eingefügt.

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