Marketplace Pricing Download

Zwölf-Monats-Liquidität

Workflow-Skill zu liquiditaet 12 monate. Nutzt Normtext, Nutzerangaben und verifizierte Quellen; Rechtsprechung nur nach Live-Pruefung mit Gericht, Datum und Aktenzeichen.

ID: de.bankruptcy.liquiditaet-12-monate Version: 0.1.0 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-01
⬇ Download

Zwölf-Monats-Liquidität

Zweck

Die Fortbestehensprognose erfordert dass das Unternehmen über den Prognosehorizont von zwölf Monaten zahlungsfähig bleibt. Das bedeutet: in jedem Monat müssen die liquiden Mittel plus Kreditlinien plus Zufluesse die fälligen Verbindlichkeiten decken.

Drei Schichten

Schicht 1 — Monatliche Liquiditätsplanung

Aus den Annahmen aus annahmen-sammeln-fortfuehrung plus Plausibilisierung:

liquiditaet:
  startbestand-2026-05-20: 18000
  kreditlinie-verfuegbar: 12000  # Linie 150000 minus 138000 ausgenutzt
  
  monatsdaten:
    - monat: 2026-06
      einzahlungen:
        forderungen-laul: 185000
        gesellschafter-darlehen: 0
        sonstige: 0
        summe: 185000
      auszahlungen:
        lieferanten: 130000
        loehne-gehaelter: 78000
        sozialabgaben: 24000
        steuern: 14000
        bank-tilgung: 8000
        miete: 6000
        energie: 9000
        sonstige: 5000
        summe: 274000
      saldo-monat: -89000
      monatsendbestand: -71000  # negativ — Linie reicht nicht
      bemerkung: Liquiditätslücke

Schicht 2 — Detaillierte Wochenplanung

Bei kritischen Phasen (Monaten mit knapp positivem Saldo oder negativem Endbestand) muss die Wochenplanung herangezogen werden:

  • Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
  • Plugin liquiditaetsplanung enthält die wochenbasierten Vorlagen.

Schicht 3 — Sensitivitätsszenarien

Drei Szenarien aus annahmen-belastbarkeit-plausibilisieren werden in der Liquidität durchgerechnet:

  • Basis-Szenario — Plan
  • Negativ-Szenario — ambitionierte Annahmen reduziert
  • Stress-Szenario — Top-Kunde weg

Bei jedem Szenario die monatlichen Salden über die zwölf Monate.

Prüfkriterien

Pro Monat

  • Monatsendbestand mindestens null (besser kein voll ausgenutzter Kontokorrent).
  • Keine roten Monate im Plan.

Über den Horizont

  • Steigender Trend oder Stabilisierung der Liquidität.
  • Wesentliche Risikoposten identifiziert.
  • Maßnahmenoptionen bei Risiko-Eintritt vorhanden.

Bei Sensitivitaet

  • Negativ-Szenario Liquidität auch positiv? Wenn nein: dann ist die Prognose nur im Basis-Szenario tragfähig. Das ist nicht ausreichend für eine positive Fortbestehensprognose.
  • Stress-Szenario soll mit den Maßnahmen abgefedert werden können — gegebenenfalls Patronatserklärungen Comfortletter Gesellschafterdarlehen.

Konsolidierung mit dem Plugin liquiditaetsplanung

Wenn das Plugin liquiditaetsplanung installiert ist:

  • Die detaillierte Wochenplanung erfolgt dort (Skill liquiditaetsvorschau-3-6-12-monate).
  • Hier importieren wir die Monatsaggregate.
  • Die Drei-Wochen-Schwelle § 17 InsO wird in liquiditaetsplanung separat geprüft.

Wenn nicht installiert: einfache Tabelle hier; bei Bedarf nachinstallieren.

Beispielergebnis

Liquiditätsprüfung Zwölf Monate
Basis-Szenario: positiv (Endbestand jeweils über null)
Negativ-Szenario: kritisch (Monat 11 unter null)
Stress-Szenario: negativ ab Monat 4

Bewertung: ohne Sanierungsmaßnahmen ist die Liquidität im Stress-Szenario
überschritten. Mit Maßnahmen aus Skill sanierungsbausteine-vorschlagen
ist die Liquidität über den Horizont zu sichern.

90-Prozent-Deckung ist der operative Maßstab

Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

  • In jedem Zeitabschnitt muss die Deckung der fälligen Verbindlichkeiten mindestens 90 Prozent betragen (Liquiditätslücke unter zehn Prozent).
  • Eine vorübergehende Lücke über zehn Prozent darf höchstens drei Wochen andauern. Wer laenger als drei Wochen unter 90 Prozent Deckung liegt ist nach BGH zahlungsunfähig — und das ist gerade nicht "fortfuehrbar".
  • Über den vollen Zwölf-Monats-Horizont muss diese Schwelle eingehalten werden — andernfalls ist die Fortbestehensprognose negativ.

Die "mehr als 50 Prozent Wahrscheinlichkeit" der Prognose bezieht sich darauf dass dieses Szenario (Einhaltung der BGH-Schwelle über zwölf Monate) eintritt — also nicht ein abstrakter Erfolgswert sondern die methodische Wahrscheinlichkeit dass das Unternehmen die 90-Prozent-Deckung bzw. die Drei-Wochen-Karenz über den gesamten Horizont durchhaelt.

Konsequenz für die Liquiditätsprognose:

  • Pro Monat (besser pro Woche in kritischen Phasen): Liquiditätsbestand plus Linie / fällige Verbindlichkeiten = Deckungsquote.
  • Deckungsquote in jedem Zeitabschnitt mindestens 90 Prozent.
  • Bei Unterschreitung max. drei Wochen — danach muss die Quote zwingend über 90 Prozent zurückkehren.
  • Im Negativ- und Stress-Szenario diese Prüfung wiederholen. Wenn auch das Negativ-Szenario die Schwelle einhaelt: starke Prognose. Wenn nur das Basis-Szenario einhaelt aber das Negativ-Szenario reisst: knappe Prognose — nur mit zusätzlichen verbindlichen Maßnahmen positiv.

Ausgabe

  • liquiditaet-12-monate.xlsx mit monatlichen Werten je Szenario.
  • liquiditaet-monatssalden.md als menschenlesbare Übersicht.
  • Hinweis auf Prüfer-Flag bei roten Monaten.
  • Empfehlung auf nächsten Skill fortbestehensprognose-zusammenfuehren.

Aktuelle Leitentscheidungen — 12-Monats-Liquiditaetsplanung

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Paragrafenkette 12-Monats-Liquiditaet

§ 17 InsO (Zahlungsunfaehigkeit, 10%-Schwelle) → § 19 Abs. 2 InsO (Fortbestehensprognose — Liquiditaet als Kernbestandteil) → IDW S 11 Rn. 50-65 (Liquiditaetsplanung als Prognosebaustein) → § 15a InsO (Antragspflicht bei negativem Forecast)

Triage — 12-Monats-Forecast Check

  1. Methode? Direkte Methode (Cash-In/Cash-Out) bevorzugt fuer insolvenzrechtliche Beurteilung.
  2. Periode? Monatsgranularitaet Minimum; Wochen-Granularitaet wenn ZU-nahe.
  3. Annahmen konsistent? Mit Umsatz- und Kostenplanung aus annahmen-sammeln-fortfuehrung abgestimmt?
  4. Engpaesse sichtbar? Negative Saldi in einzelnen Monaten klar hervorgehoben und mit Gegenmassnahmen unterlegt?

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Related Skills

Germany flagGermany · bankruptcy

Insolvenzanfechtungsrechte prüfen

Insolvenzverwalter klagt auf Rückgewaehr einer Zahlung vor Insolvenz oder Gläubiger muss Insolvenzanfechtung abwehren. Prüfraster §§ 129 ff. InsO kon…

Klotzkette
Germany flagGermany · bankruptcy

Fristen und Anfechtungszeitraum — AnfG

Anfechtungsfristen im außerinsolvenzlichen Anfechtungsrecht bestimmen: zehn Jahre Vorsatzanfechtung, vier Jahre unentgeltliche Leistung. Normen: §§ 3…

Klotzkette
Germany flagGermany · bankruptcy

Unentgeltliche Leistung — § 4 AnfG

Anfechtung unentgeltlicher Leistungen außerhalb der Insolvenz prüfen: Schenkungsanfechtung in den letzten vier Jahren nach § 4 AnfG. Normen: § 4 AnfG…

Klotzkette
Germany flagGermany · bankruptcy

Vorsatzanfechtung — § 3 Abs. 1 AnfG

Vorsatzanfechtung außerhalb der Insolvenz geltend machen: Benachteiligungsvorsatz und Kenntnis des Anfechtungsgegners nach § 3 Abs. 1 AnfG. Normen: §…

Klotzkette
Germany flagGermany · bankruptcy

§ 15a InsO — Antragspflicht, Insolvenzverschleppung und § 15b InsO Zahlungsverbot

Analysiert die Insolvenzantragspflicht des Geschäftsleiters nach § 15a InsO, die Haftung wegen Insolvenzverschleppung (§ 823 Abs. 2 BGB iVm § 15a Ins…

Klotzkette