Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck
Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck für M&A: Anwendungsfall im Kaufprozess oder Beratungsmandat muss geprüft werden ob Zielunternehmen oder Mandant nahe an Insolvenzantragspflicht ist. §§ 17-19 InsO Zahlungsunfähigkeit drohende Zahlungsunfähigkeit Überschuldung, § 1 StaRUG drohende Zahlungsunfähigkeit. Prüfraster Zahlungsunfähigkeitstest Liquiditaetsstatus, Überschuldungsbilanz Fortführungswille, Antragspflicht-Timing. Output Insolvenzreife-Gutachten mit Ampelstatus Handlungsoptionen und Deal-Auswirkungen. Abgrenzung zu Liquiditaetsvorschau und zu Fortbestehensprognose-Plugin.
Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck
Kernsachverhalt
Im M&A-Kontext ist die Insolvenzreife-Prüfung in zwei Richtungen relevant: Einerseits als Due-Diligence-Instrument des Käufers, der sicherstellen muss, dass das Zielunternehmen bei Signing nicht bereits insolvenznah ist (andernfalls drohen MAC-Trigger, W&I-Ausschlüsse, Closing-Versagungen). Andererseits als Pflichtinstrument der Geschäftsleitung, die bei Eintritt von Insolvenzreife Antragspflichten hat und für masseschmälernde Zahlungen nach § 15b InsO haftet. Die drei Insolvenztatbestände — Zahlungsunfähigkeit (§ 17), drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18) und Überschuldung (§ 19 InsO) — sind scharf zu trennen: Nur § 17 und § 19 begründen Antragspflichten, § 18 ist Voraussetzung für das StaRUG-Verfahren.
Kaltstart-Rückfragen
- Welcher Prüfungsanlass besteht — Buy/Sell-Side-DD, Board Paper, StaRUG-Frühwarnung, akutes Krisenmandat?
- Liegen Bankkontoauszüge (aktuell), OPOS Kreditoren und Debitoren, Bilanz, BWA und Management Forecast vor?
- Existieren Rangrücktritte, Patronatserklärungen, Stundungsvereinbarungen oder Sicherheiten, die Verbindlichkeiten rechtlich modifizieren?
- Wurden bereits Zahlungsstockungen, Rücklastschriften, Vollstreckungsankündigungen oder Kreditkündigungen beobachtet?
- Hat die Geschäftsleitung eine aktuelle Fortbestehensprognose? Auf welchen Annahmen beruht sie?
- Sind stille Lasten (Pensionsverpflichtungen, Prozessrisiken, Gewährleistungsrückstellungen) in der Bilanz enthalten?
- Welche Deal-Auswirkungen sind zu prüfen — MAC-Klausel, Ordinary-Course-Covenant, Closing Condition, W&I-Versicherung?
- Welcher Zeithorizont gilt für die Prüfung — Stichtagsbetrachtung oder Prognose 24 Monate?
- Was will der Mandant wirklich erreichen? (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
Rechtsgrundlagen
Normtexte
| Norm | Regelungsinhalt (Auszug) |
|---|---|
| § 17 InsO | Zahlungsunfähigkeit: Schuldner nicht in der Lage, fällige Zahlungspflichten zu erfüllen; > 10 % Liquiditätslücke über 3 Wochen in der Regel anzunehmen |
| § 18 InsO | Drohende Zahlungsunfähigkeit: voraussichtlich nicht in der Lage, Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen; Prognosezeitraum für StaRUG: 24 Monate |
| § 19 InsO | Überschuldung: Vermögen deckt Verbindlichkeiten nicht, außer bei positiver Fortbestehensprognose (zweistufige Prüfung) |
| § 15a InsO | Antragspflicht: 3 Wochen bei Zahlungsunfähigkeit; 6 Wochen bei Überschuldung; Pflicht des Geschäftsführers / Vorstands |
| § 15b InsO | Zahlungsverbote nach Insolvenzreife; Haftung des Geschäftsführers / Vorstands; Direktanspruch des Insolvenzverwalters |
| §§ 1–93 StaRUG | Vorinsolvenzlicher Restrukturierungsrahmen: setzt drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO) voraus |
| § 321a HGB | Berichtspflicht des Abschlussprüfers über bestandsgefährdende Risiken; Frühwarnpflicht |
| §§ 91 Abs. 2 AktG; 43 GmbHG | Pflicht zur Einrichtung eines Überwachungssystems für bestandsgefährdende Risiken |
Leitentscheidungen
| Gericht | Az. | Datum | Leitsatz (kurz) |
|---|---|---|---|
| Rechtsprechung live prüfen | Live-Verifikation erforderlich | - | keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und Aussage protokollieren |
| IDW S 11 | — | 2022 | Standard zur Beurteilung von Insolvenzeröffnungsgründen; Methodik Liquiditätsstatus, Überschuldungsstatus, Fortbestehensprognose |
Prüfschema
Vorab: Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
| Schritt | Prüfungspunkt | Inhalt | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1 | Datenqualität prüfen | Bankstände, OPOS, Forecast, Bilanz, stille Lasten, Finanzierungslinien, Patronate, Rangrücktritte vorhanden und aktuell? | Datenlücken-Liste |
| 2 | Liquiditätsstatus erstellen | Aktuelle Liquidität aus Bankdaten; fällige Verbindlichkeiten aus OPOS; Deckungslücke berechnen | EUR [X] Deckungslücke |
| 3 | 3-Wochen-Vorschau (§ 17 InsO) | Liegt Deckungslücke > 10 % der fälligen Verbindlichkeiten vor? → Ampel rot = Zahlungsunfähigkeit | § 17-Status: [ZU / nicht ZU] |
| Rechtsprechung live prüfen | Live-Verifikation erforderlich | Live-Verifikation erforderlich | keine Entscheidung aus Modellwissen; Quelle vor Ausgabe protokollieren |
| 5 | Überschuldungsstatus (§ 19 InsO) | Bilanz-Passiva > Aktiva zu Fortführungswerten? Stille Lasten, Rückstellungen aufdecken | Überschuldung: [Ja / Nein] |
| 6 | Fortbestehensprognose (§ 19 InsO) | Überwiegende Wahrscheinlichkeit des Fortbestehens über 12 Monate? Finanzierungszusagen, Auftragsbestand, Geschäftsplan | Prognose: [positiv / negativ] |
| 7 | Drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO) | Prognose 24 Monate: werden Verbindlichkeiten voraussichtlich nicht erfüllt werden können? StaRUG-Schwelle? | § 18-Status: [DZU / nicht DZU] |
| 8 | Antragspflicht bewerten (§ 15a InsO) | Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung ohne positive Prognose? → Frist läuft; Geschäftsleitung informieren | Fristbeginn: [Datum] |
| 9 | Zahlungsverbot (§ 15b InsO) | Welche Zahlungen wurden seit Insolvenzreife geleistet? Rückforderungsrisiko des Insolvenzverwalters? | Zahlungsprotokoll |
| 10 | StaRUG-Eignung prüfen | § 18 InsO liegt vor; Hauptverwaltung in Deutschland (COMI); Planbetroffene identifizierbar? | StaRUG: [geeignet / nicht geeignet] |
| 11 | Deal-Auswirkungen bewerten | MAC-Trigger; Ordinary-Course-Covenant-Verletzung; Closing-Condition-Gefährdung; W&I-Ausschluss | Deal Impact Memo |
| 12 | W&I-Versicherung prüfen | Enthält W&I-Police Ausschlüsse für Insolvenzreife, MAC oder Zahlungsunfähigkeit? | W&I-Status |
| 13 | Fragenliste an Stakeholder | Geschäftsleitung, CFO, Steuerberater, Hausbank, Insolvenzrechtsteam: konkrete Fragen mit Frist | Fragenliste |
| 14 | Senior-Review-Gate | Insolvenzreife-Matrix an Senior Partner; Human-in-the-loop bei roter Ampel; Dokumentation | Freigabe erteilt |
| 15 | Abschlussdokumentation | Deal-Karte aktualisieren; Board Paper-Version erstellen; Closing-Condition-Status setzen | Dokumentation fertig |
Insolvenzreife-Matrix
| Prüfung | Kriterium | Status | Kommentar |
|---|---|---|---|
| § 17 InsO — Zahlungsunfähigkeit | Deckungslücke > 10 % über 3 Wochen | Grün / Gelb / Rot | [Kommentar] |
| § 18 InsO — Drohende ZU | Voraussichtliche Nichterfüllung 24 Monate | Grün / Gelb / Rot | [Kommentar] |
| § 19 InsO — Überschuldung | Passiva > Aktiva; Fortbestehensprognose | Grün / Gelb / Rot | [Kommentar] |
| § 15a InsO — Antragspflicht | Frist läuft? | Ja / Nein | [Datum] |
| StaRUG-Eignung | § 18 InsO + COMI + Planbetroffene | Geeignet / Nicht geeignet | [Kommentar] |
| MAC-Trigger | Vertragsdefinition MAC erfüllt? | Ja / Nein / Unklar | [Kommentar] |
| W&I-Ausschluss | Insolvenzreife in Police ausgeschlossen? | Ja / Nein | [Kommentar] |
Beweislast
| Beweisthema | Beweislastträger | Beweismittel |
|---|---|---|
| Zahlungsunfähigkeit bei Antragspflicht-Verletzung | Insolvenzverwalter | Bankkontoauszüge, OPOS, Zahlungsrückstände |
| Positive Fortbestehensprognose (§ 19 InsO) | Geschäftsleitung | Finanzplan, Auftragsbestand, Finanzierungszusagen (schriftlich) |
| Rechtsprechung live prüfen | Live-Verifikation erforderlich | keine Entscheidung aus Modellwissen; Quelle vor Ausgabe protokollieren |
| Masseschmälernde Zahlung (§ 15b InsO) | Insolvenzverwalter | Buchungsbelege, Zeitpunkt der Insolvenzreife, Vergleich ordentlicher Kaufmann |
| MAC-Eintritt | Partei, die Vollzugsverweigerung geltend macht | Finanzberichte, Gutachten, Marktdaten |
Fristen und Verjährung
| Fristtyp | Dauer | Norm | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Antragspflicht — Zahlungsunfähigkeit | 3 Wochen | § 15a Abs. 1 InsO | Absolute Frist; Strafbarkeit nach § 15a Abs. 4 InsO |
| Antragspflicht — Überschuldung | 6 Wochen | § 15a Abs. 1 InsO | Bei positiver Fortbestehensprognose keine Pflicht |
| § 15b-Haftung | 3 Jahre ab Kenntnis | §§ 195, 199 BGB | Insolvenzverwalter geltend machen |
| StaRUG-Rahmen | 12–24 Monate | §§ 31, 33 StaRUG | Bei § 17 InsO kein StaRUG-Zugang mehr |
| Insolvenzanfechtung | 1–10 Jahre je nach Tatbestand | §§ 130–134 InsO | Relevanz für pre-Closing-Zahlungen |
Typische Gegenargumente
| Argument | Erwiderung |
|---|---|
| Rechtsprechung live prüfen | keine Entscheidung aus Modellwissen; Quelle vor Ausgabe protokollieren |
| Rangrücktritt schriftlich vereinbart | Prüfen ob formwirksam; Zweckbindung; Vereinbarung muss alle Verbindlichkeiten mit Rang erfassen |
| MAC-Klausel zu unbestimmt | Gerichtliche Auslegung der MAC-Definition; Verweis auf EBITDA-Schwellenwerte schärft Klausel |
Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|---|---|
| Standard — Insolvenzreife im M-and-A-Kontext pruefen | Insolvenzreife-Pruefung nach Schema; Schriftsatz unten |
| Variante A — Insolvenzreife klar Antragspflicht besteht | Direkt zu Antragspflicht-Skill; kein Gutachten noetig |
| Variante B — Insolvenzreife noch nicht erreicht Sanierung moeglich | Sanierungs-Szenario nach StaRUG pruefen |
| Variante C — Kreditgeber will Einblick in Lage | Bankengespraech-Dokumentation statt interner Pruefung |
Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
Schriftsatzbausteine
Baustein 1 — Insolvenzreife-Memo an Geschäftsleitung (vertraulich)
VERTRAULICH — Anwaltliches Arbeitsdokument
An: Geschäftsleitung [Firma]
Von: [Kanzlei]
Datum: [TT.MM.JJJJ]
INSOLVENZREIFE-PRÜFUNG — ERSTE EINSCHÄTZUNG
Wir haben auf Grundlage der uns vorliegenden Unterlagen (Bankkontoauszug [Datum],
OPOS Kreditoren [Datum], Bilanz [Stichtag]) eine erste Insolvenzreife-Prüfung
durchgeführt.
ERGEBNIS:
§ 17 InsO (Zahlungsunfähigkeit): AMPEL ROT
Zum Stichtag [Datum] besteht eine Deckungslücke von EUR [X] (entspricht [Y] %
der fälligen Verbindlichkeiten von EUR [Z]). Dies überschreitet die BGH-Schwelle
von 10 %. Die Antragspflicht nach § 15a InsO könnte ausgelöst sein.
§ 19 InsO (Überschuldung): AMPEL GELB
Bilanzielles Eigenkapital: EUR [X] (positiv). Stille Lasten (Pensionen EUR [Y])
nicht vollständig bewertet. Fortbestehensprognose: Finanzierungszusage Bank [Name]
noch nicht bestätigt.
DRINGLICHE MASSNAHMEN:
1. Liquiditätsprüfung durch Restrukturierungsberater bis [Datum].
2. Finanzierungszusage Bank [Name] schriftlich bestätigen lassen bis [Datum].
3. Entscheidung über StaRUG-Anzeige bis [Datum].
TODO: Insolvenzanwalt hinzuziehen.
HINWEIS: Diese erste Einschätzung ersetzt keine finale insolvenzrechtliche
Stellungnahme. Wir empfehlen die sofortige Hinzuziehung eines spezialisierten
Insolvenzrechtsteams.
Baustein 2 — Deal Impact Memo (MAC-Klausel)
DEAL IMPACT MEMO — Insolvenzreife — Projekt [Deal-Code]
Erstellt: [Datum]
Autor: [Name]
Insolvenzreife-Status: § 17 InsO — Zahlungsunfähigkeit MÖGLICH
DEAL-AUSWIRKUNGEN:
1. MAC-Klausel (SPA Ziffer [X]):
Definition: "[MAC-Definition aus SPA]".
Einschätzung: Der festgestellte Liquiditätsrückgang von EUR [X] innerhalb von
[Y] Wochen könnte als MAC-Ereignis zu werten sein. Endgültige Entscheidung
erfordert Vergleich mit Ausgangszustand bei Signing (Anlage [X]).
TODO [Partner] bis [Datum]: MAC-Analyse abschließen.
2. Closing Condition (SPA Ziffer [X]):
Garantie der Zahlungsfähigkeit bei Closing. Bei Zahlungsunfähigkeit ist Closing
Condition nicht erfüllt. Käufer kann Vollzug verweigern.
3. W&I-Versicherung:
Police Ziffer [X] schließt Schäden aus, die auf Insolvenzreife beruhen.
TODO [W&I-Owner] bis [Datum]: W&I-Broker über Situation informieren.
4. Ordinary-Course-Covenant:
Geschäftsleitung darf ohne Käufer-Zustimmung keine außerordentlichen Zahlungen
> EUR [X] leisten. § 15b InsO-Risiko ist unabhängig davon zu beachten.
--- vor Versand klaeren ---
- Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Durchsetzung des Anspruchs / Vergleich / Reputationsschutz / schnelle Loesung]
- Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestforderung / Zeitrahmen / Formerfordernis]
- Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgesprach / Einigung vor Fristablauf]
Schlussabsatz Variante A (kooperativ): Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen fuer ein klaerenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten.
Schlussabsatz Variante B (formal-streng): Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten.
Streitwert und Kosten
| Schadensfall | Ansatz | Norm |
|---|---|---|
| § 15b-Haftung | Summe masseschmälernder Zahlungen | § 15b InsO; direkter Anspruch gegen Geschäftsführer |
| Closing-Verweigerung wegen Insolvenzreife | Schadensersatz des Käufers bei unbegründeter Verweigerung | SPA-Freistellungsklausel; § 280 BGB |
| MAC-Streit | Streitwert = Kaufpreis; international meist Schiedsverfahren | SPA-Schiedsklausel |
| StaRUG-Beratungskosten | EUR 100.000–1 Mio. je nach Komplexität | Budgetplanung Geschäftsleitung |
Strategische Empfehlung
| Akteur | Empfehlung |
|---|---|
| Geschäftsleitung | Liquiditätsstatus wöchentlich schriftlich dokumentieren; Fortbestehensprognose zeitnah extern bestätigen lassen; Insolvenzrechtsteam frühzeitig einbinden |
| Käufer (DD) | Insolvenzreife als Closing Condition absichern; MAC-Klausel mit konkreten Finanzschwellen schärfen; W&I-Ausschlüsse prüfen |
| Berater | Insolvenzreife-Matrix niemals allein beurteilen; immer Insolvenzrechtsspezialist einbinden; Senior-Review-Gate obligatorisch |
Anschluss-Skills
grosskanzlei-ma-liquiditaetsvorschau— Detaillierte Liquiditätsplanungcorporate-kanzlei-restructuring-starug-insolvenzplan— StaRUG-Planung und Insolvenzplangrosskanzlei-ma-aktenanlage— Dokumentation in Deal-Akteanw-insolvenzreife-pruefung-17-19-inso— Technische Insolvenzprüfung nach IDW S 11
Quellen
- § 15a InsO (Insolvenzantragspflicht; Hoechstfrist 3 Wochen ZU / 6 Wochen UE seit SanInsFoG): https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__15a.html
- § 15b InsO (rechtsformneutrales Zahlungsverbot bei Insolvenzreife seit 01.01.2021): https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__15b.html
- §§ 17, 18, 19 InsO: https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__17.html
- StaRUG (in Kraft seit 01.01.2021 durch SanInsFoG, BGBl. I 2020, 3256): https://www.gesetze-im-internet.de/starug/
- § 91 II AktG (Vorstandspflicht Frueherkennungssystem): https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__91.html
- § 43 GmbHG: https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/__43.html
- § 1 StaRUG (Pflicht zur Krisenfrueherkennung seit 01.01.2021): https://www.gesetze-im-internet.de/starug/__1.html
- IDW S 11 (Beurteilung Insolvenzeroeffnungsgruende): https://www.idw.de/idw/idw-verlautbarungen
- Rechtsprechung im Uebrigen: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe ueber offizielle oder frei zugaengliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
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