StaRUG und Insolvenzplan
StaRUG-Restrukturierung und Insolvenzplanverfahren begleiten: Anwendungsfall Unternehmen mit drohender Zahlungsunfähigkeit prüft Restrukturierungsoptionen einschließlich StaRUG-Plan, praeventiyen Restrukturierungsrahmen oder Insolvenzplan. §§ 1-93 StaRUG, §§ 217-269 InsO Insolvenzplan, § 18 InsO drohende Zahlungsunfähigkeit. Prüfraster Gläubiger-Klasseneinteilung, Plananforderungen, Abstimmungsquoren, Distressed-M&A-Optionen. Output Restrukturierungs-Optionsvergleich mit Plan-Entwurf und Zeitplan. Abgrenzung zu Distressed-MA und zu Fortbestehensprognose-Plugin.
StaRUG und Insolvenzplan
Zweck
Unterstuetzt Restrukturierungsfaelle mit Planoptionen, Glaeubigerkl assen, Liquiditaetspruefung, Antragspflichten, Distressed M&A und Zeitplan nach StaRUG und Insolvenzplanrecht.
Triage — klaere vor Strukturentscheidung
- Welcher Insolvenztatbestand liegt vor — drohende Zahlungsunfaehigkeit (§ 18 InsO, Voraussetzung fuer StaRUG) oder bereits Zahlungsunfaehigkeit/Ueberschuldung (§§ 17, 19 InsO, Antragspflicht)?
- Sind die wesentlichen Glaeubiger (Finanzglaeubiger, Lieferanten, Anleiheglaeubieger) identifiziert und kategorisiert?
- Gibt es Plan-Optionen — StaRUG-Restrukturierungsplan, Insolvenzplan, uebertragende Sanierung oder Sale-and-Leaseback?
- Liegt ein aktueller Liquiditaetsplan (13-Wochen-Cash-Flow) vor? Ist der Runway bis zur Planbestaetig ung ausreichend?
- Hat die Geschaeftsleitung ein Sanierungskonzept (IDW S 6)? Liegt eine Fortbestehensprognose vor?
- Ist ein Restrukturierungsbeauftragter bestellt oder soll ein solcher bestellt werden (§ 73 StaRUG)?
Zentrale Rechtsgrundlagen
- §§ 1-93 StaRUG — vorinsolvenzlicher Restrukturierungsrahmen: Voraussetzung drohende Zahlungsunfaehigkeit (§ 18 InsO); kein oeffentliches Insolvenzverfahren; Planabstimmung mit Glaeubigern
- §§ 217-269 InsO — Insolvenzplan: Sanierungs- oder Liquidationsplan; Glaeubigerzustimmung nach Klassen; Debt-Equity-Swap moeglich
- §§ 304-337 InsO — Insolvenzverwalter-gesteuerte Planvorbereitung; Abstimmung im Berichts- und Pruefungstermin
- § 15a InsO — Antragspflicht: 3 Wochen bei Zahlungsunfaehigkeit, 6 Wochen bei Ueberschuldung; Verletzung: Strafbarkeit
- § 15b InsO — Haftung fuer Zahlungen nach Insolvenzreife; Direktanspruch des Insolvenzverwalters
- §§ 225a Abs. 2, 3 InsO — Debt-Equity-Swap: Umwandlung von Glaeubigerforderungen in Eigenkapital; Zustimmung Anteilseigner nicht erforderlich bei Ueberschuldung
- § 8c KStG — steuerlicher Verlustuntergang bei schaedlichem Anteilserwerb; Ausnahme: Sanierungsklausel § 8c Abs. 1a KStG
Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Schritt-fuer-Schritt-Workflow
- Insolvenztatbestand feststellen: §§ 17-19 InsO prufen; 13-Wochen-Liquiditaetsplan erstellen; Antragspflicht-Frist notieren
- Verfahrenswahl: StaRUG (nur bei drohender Zahlungsunfaehigkeit, § 18 InsO) vs. Insolvenzplan (bei Zahlungsunfaehigkeit oder auf Antrag) vs. uebertragende Sanierung
- Glaeubiger-Kategorisierung: gesicherte Glaeubiger, ungesicherte Glaeubiger, nachrangige Glaeubiger, Anteilseigner — Klassen nach §§ 222-225 InsO bilden
- Plan-Entwurf: darstellender und gestaltender Teil (§ 219 InsO); Besserstellungsvergleich: Plan vs. Liquidation; Debt-Equity-Swap-Option pruefen
- Abstimmungsmanagement: Glaeubigerzustimmung nach Klassen; ueberwindung dissenting minority (cramdown, § 245 InsO); Betriebsrat-Information
- Insolvenzgericht-Interface: Vorlage Plan beim Insolvenzgericht; Pruefungs- und Abstimmungstermin; Bestaetigung durch Gericht (§§ 248-253 InsO)
- Steuer-Check: § 8c KStG Verlustuntergang pruefen; Sanierungsklausel § 8c Abs. 1a KStG anwenden; Restrukturierungsertrag (§ 3a EStG)
- Post-Plan-Umsetzung: Eigentumsuebergang, Neufinanzierung, Betriebsfortfuehrung dokumentieren
Entscheidungsbaum
- Nur drohende Zahlungsunfaehigkeit → StaRUG moeglich → kein oeffentliches Verfahren; Vertraulichkeit
- Zahlungsunfaehigkeit bereits eingetreten → Antragspflicht § 15a InsO → Insolvenzantrag; ggf. InsO-Plan
- Mehrheit der Glaeubiger zustimmt, einzelne blockieren → cramdown § 245 InsO → Gericht kann zustimmung ersetzen
- Debt-Equity-Swap → § 225a InsO → Anteilseigner-Zustimmung nicht erforderlich bei Ueberschuldung
Output-Template: Restrukturierungsplan-Struktur
Adressat: Insolvenzgericht / Glaeubiger — Tonfall sachlich-juristisch
RESTRUKTURIERUNGSPLAN
Schuldner: [GESELLSCHAFT] — Az.: [AKTENZEICHEN]
Datum: [DATUM] — Berater: [KANZLEI]
DARSTELLENDER TEIL
1. Ausgangssituation und Krisenursachen
2. Insolvenztatbestand (§ 18 InsO: drohende ZU)
3. Sanierungskonzept (IDW S 6 Grundsaetze)
4. Glaeubiger und Forderungsklassen:
Klasse 1: Gesicherte Glaeubiger (Banken) — Summe: [BETRAG]
Klasse 2: Lieferanten und ungesicherte Glaeubiger — Summe: [BETRAG]
Klasse 3: Nachrangige Glaeubiger — Summe: [BETRAG]
5. Besserstellungsvergleich: Plan [X EUR] vs. Liquidation [Y EUR]
GESTALTENDER TEIL
1. Forderungsreduzierung je Klasse
2. Debt-Equity-Swap-Bedingungen
3. Neufinanzierung und Milestones
4. Kontrollmechanismus (Monitoring)
Rote Schwellen
- Antragspflicht § 15a InsO abgelaufen: Geschaeftsfuehrer haftet strafrechtlich und zivilrechtlich
- Fortbestehensprognose negativ: StaRUG-Weg nicht mehr zulassig; Insolvenzantrag zwingend
- Liquiditaetslücke waehrend Plan-Verfahren: Planverfahren scheitert; ggf. Masseschmaelung
Standardausgabe
- Restrukturierungsplan-Entwurf (darstellender und gestaltender Teil)
- Glaeubiger-Klassen-Tabelle
- Liquiditaets- und Antragspflicht-Ampel
Uebergabe an andere Skills
- Distressed M&A →
grosskanzlei-corporate-ma-distressed-ma - Insolvenzreife →
grosskanzlei-ma-insolvenzreife - Liquiditaet →
grosskanzlei-ma-liquiditaetsvorschau
Vorlagen
- assets/templates/starug-restrukturierungsplan.md
- assets/templates/insolvenzplan-klassen-tabelle.md
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