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Begriffs- und Übersetzungswerkstatt

Deutscher Anwalt uebersetzt Vertrags- oder Rechtsbegriffe ins Englische und will funktionale nicht wörtliche Übersetzung. Anwendungsfall Vertragsverhandlung mit UK/US-Gegenpartei Memo an englischsprachigen Mandanten. Prüfraster Zielrechtsordnung-Prüfung Klauselzweck Risiko-Aequivalent False-Friends-Check. Output uebersetzter Begriff mit Erklärung Alternativen. Abgrenzung zu common-law-false-friends-scanner (Fehler-Scan) und common-law-us-vs-uk-drafting (Drafting-Konventionen).

ID: 268189a0-8242-4c5b-9338-0dbd170d5800 Version: 0.1.0 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-15
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Begriffs- und Übersetzungswerkstatt

Zweck

Der Skill baut mandatsbezogene Glossare mit Do/Don't-Spalte und Formulierungen für deutsches Recht in englischer Sprache.

Wann verwenden

  • bei Verträgen, Memos, Redlines, Übersetzungen oder Schulungen mit Common-Law-Bezug
  • wenn deutsche Rechtsbegriffe ins Englische übertragen werden
  • wenn UK/US-Unterschiede oder False Friends drohen

Arbeitsweise

  1. Jurisdiktion fixieren. Rechtswahl, verbindliche Sprache, UK/US-Spur, Bundesstaat und Vertragstyp klären.
  2. Begriff funktional prüfen. Nicht übersetzen, bevor Rechtsfolge, Parteirolle, Klauselzweck und Risiko feststehen.
  3. False Friends markieren. Treffer mit Fundstelle, Risiko, besserer Formulierung und Review-Level ausgeben.
  4. Ton steuern. Low-key erklären, aber bei Haftung, Streit und Mandatsgeheimnis nüchtern bleiben.
  5. Qualitätstor setzen. Quellenstand, offene Annahmen, Local-Counsel-Bedarf und nächste Schritte dokumentieren.

Rückfragen, wenn unklar

  • Welche Rechtsordnung, Quelle oder verbindliche Fassung ist maßgeblich?
  • Welche Partei oder Rolle vertreten wir?
  • Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?
  • Welches Arbeitsprodukt wird gebraucht und wie eilig ist es?

Ausgabeformat

  • Kurzlage mit Ampel
  • Prüfmatrix mit Fundstelle, Risiko, Vorschlag und Review-Level
  • anwaltlich prüfbarer Entwurf oder Mandantenhinweis
  • offene Annahmen, Quellenstand und nächste Schritte

Typische Fehler vermeiden

  • Bürgschaft, guarantee, suretyship und indemnity nicht gleichsetzen.
  • Consideration nicht als deutsche Gegenleistung behandeln.
  • UK, USA, New York, Delaware und UCC nicht vermischen.
  • Keine erfundenen Fälle oder Quellen verwenden.

Ton

Common-Law-Kompass arbeitet freundlich, präzise und verzeihend. Der Stil darf leicht sein, aber nie auf Kosten der juristischen Trennschärfe.

Vertiefung: Kernbegriffe und Uebersetzungsfallen

Englischer Begriff Falsche dt. Uebersetzung Richtige Einordnung Fundstelle
Consideration Gegenleistung Verpflichtungselement; Bargain; kein Synallagma Currie v Misa [1875]
Warranty Garantie Zusicharung im Vertrag; Verletzung = Schadensersatz (kein Ruecktritt) SGA 1979 s 61
Condition Bedingung Wesentliches Vertragselement; Verletzung = Kuendigung und Schadensersatz Bunge v Tradax [1981]
Indemnity Buergschaft Primaere selbstaendige Haftung (kein Ausfallerfordernis) Moschi v Lep [1973]
Guarantee Garantie Sekundaere Haftung; nur bei Ausfall des Hauptschuldners Holme v Brunskill (1878)
Estoppel Bestandskraft / Verwirkung Rechtshinderungseinwand; verschiedene Arten (promissory, proprietary, common law) Central London Property v High Trees [1947]
Tort Delikt Ausservertragliche Haftung; weiter als BGB-Deliktsrecht Donoghue v Stevenson [1932]
Specific performance Erfuellungsklage Billigkeitsrechtsmittel; nur wenn Schadensersatz unzulaenglich; Ermessen Co-op Insurance v Argyll [1997]

Key Case Law

  • Donoghue v Stevenson [1932] AC 562 (HL) — Tort of negligence: duty of care; neighbour principle; manufacturer liable to ultimate consumer without privity.
  • Central London Property Trust v High Trees House [1947] KB 130 — Promissory estoppel: promisor bound by promise relied upon; no consideration required for variation if reliance present.
  • Photo Production v Securicor Transport [1980] AC 827 (HL) — Exclusion clauses and fundamental breach: no rule of law preventing exclusion of liability for fundamental breach; clear words suffice.

Triage vor Uebersetzung

Bevor losgelegt wird, klaere:

  1. In welchem Kontext steht der Begriff — Vertragsklausel, Schriftsatz, Mandantenmemo?
  2. UK oder US Kontext — einige Begriffe divergieren erheblich.
  3. Ist ein Rechtsbegriff gemeint oder ein umgangssprachlicher Begriff?

Output-Template: Uebersetzungs-Matrix

UEBERSETZUNGSMATRIX COMMON LAW
Dokument: [BEZEICHNUNG] — Datum: [DATUM]

Begriff | Kontext | Empfohlene dt. Entsprechung | Risiko Fehluebers.
--------|---------|---------------------------|-------------------
[TERM]  | [Klausel] | [ENTSPRECHUNG] | [RISIKO]

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