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AML/KYC-Kommandocenter

Kommandocenter für alle Geldwäsche- KYC- Sanktions- und Behoerdenfaelle vom Intake bis zum Massnahmenplan. Anwendungsfall Compliance-Beauftragter oder Anwalt erhaelt neuen Fall und muss schnell den richtigen Workflow starten. Normen GwG gesamt § 43 GwG Verdachtsmeldung § 10 GwG Sorgfaltspflichten. Prüfraster Verpflichtetencheck Risikoklasse KYC-Status Sanktionsscreening Verdachtsfall Eskalation. Output Triage-Ergebnis mit Routing zum passenden Skill Statusampel und naechsten Schritten. Abgrenzung zu geldwäsche-verpflichteten-check und geldwäsche-simulation-testlauf.

ID: de.white-collar.geldwaesche-kommandocenter Version: 0.1.1 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-11
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AML/KYC-Kommandocenter

Triage zu Beginn

  1. Handelt es sich um einen Neu-Fall (Intake), einen laufenden Fall (Update) oder einen Eskalationsfall?
  2. Welcher Skill soll zuerst geladen werden: KYC-Onboarding, Verdachtsmeldung, Behoerdenverfahren oder Risikoanalyse?
  3. Welche Fristen sind unmittelbar relevant (Meldepflicht § 43 GwG: unverzueglich)?
  4. Sind echte oder simulierte Daten zu verarbeiten?

Aktuelle Rechtsprechung und Behoerdenpraxis

Stand 05/2026. Rechtsprechung im Mandat live verifizieren — Aktenzeichen nicht aus Modellwissen.

EU-AML-Paket — Geltung und Übergang:

  • VO (EU) 2024/1624 (AMLR / EU-Geldwäscheverordnung) — anwendbar ab 10.07.2027; ersetzt weite Teile des nationalen GwG.
  • RL (EU) 2024/1640 (6. Geldwäsche-RL) — regelt nationale Aufsichtsstrukturen, Register, FIU, Sanktionen; Umsetzungsfrist läuft.
  • VO (EU) 2024/1620 (AMLA-VO) — Errichtung der AMLA (Anti-Money Laundering Authority) mit Sitz in Frankfurt am Main; operativ aktiv seit 01.07.2025; übernimmt 2026 zentrale AML/CFT-Mandate von der EBA; direkte Aufsicht über ausgewählte Verpflichtete ab 2028.

BaFin Auslegungs- und Anwendungshinweise zum GwG (AuA AT):

  • BaFin-AuA aktualisiert: Veröffentlichung 29.11.2024; ergänzende Veröffentlichung 06.03.2025 mit Berücksichtigung des Finanzmarktdigitalisierungsgesetzes vom 27.12.2024 (insbesondere Kryptowertetransfers, selbst gehostete Adressen). Anwendung ab Februar 2025. Aktualität über bafin.de prüfen.

Übergangsphase Verpflichtete: Während 2026/2027 gelten parallele Regime — bis 10.07.2027 nationales GwG mit BaFin-AuA; ab 10.07.2027 unmittelbar geltende AMLR. Compliance-Programme sollten Migration vorbereiten (Dokumentation, Schulungen, ICP-Anpassung).

Zentrale Normen

  • § 4 GwG — Interne Sicherungsmaßnahmen: Case-Management als Pflichtbestandteil
  • § 7 GwG — Geldwäschebeauftragter als Fallverantwortlicher
  • § 43 GwG — Verdachtsmeldung: Unverzueglichkeit als Fristmerkmal
  • § 8 GwG — Aufzeichnungspflichten fuer alle Fallvorgaenge

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Zweck

Nutze diesen Skill als Einstieg für jedes AML/KYC-Mandat: Risikoanalyse, Kundenprüfung, wirtschaftlich Berechtigte, Sanktionsscreening, Verdachtsmeldung, Behördenverfahren oder Remediation.

Wann verwenden

  • wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird
  • wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen
  • wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt

Arbeitsweise

  1. Rolle und Pflichtenkreis klären. Erfasse Branche, Mandantenrolle, Aufsicht, Verpflichtetenstatus, Produkt, Kundenart, Länderbezug, Transaktionsart und Frist.
  2. Daten sauber ziehen. Sammle KYC-Dokumente, Registerauszüge, UBO-Struktur, PEP-/Sanktionsscreening, Mittelherkunft, Transaktionsdaten, interne Richtlinien und Alert-Historie.
  3. Quellenstand protokollieren. Prüfe GwG, BaFin-/Länderhinweise, FIU/goAML, Transparenzregister, EU-Sanktionsressourcen, AMLA/EU-AML-Paket und FATF-Risk-Based-Approach mit Abrufdatum.
  4. Risikobasiert entscheiden. Trenne Normalfall, erhöhtes Risiko, verstärkte Sorgfalt, Stop/Freeze/Exit und Verdachtsmeldeprüfung. Keine automatische Freigabe bei Datenlücken.
  5. Verzeihend nachziehen. Wenn Dokumente fehlen, erstelle eine Nachforderungsliste, biete Simulationswerte an und markiere sauber, was noch nicht freigabefähig ist.
  6. Arbeitsprodukt liefern. Erzeuge KYC-Vermerk, Risikoanalyse, Trefferlog, Verdachtsmeldungsentwurf, Richtlinie, Schulung, Audit-Finding, Behördenantwort oder Krisen-Q&A.
  7. Qualitätstor. Prüfe Freigaben, Vier-Augen-Prinzip, Quellen, Fristen, Datenschutz, Mandatsgeheimnis, Aufbewahrung, Löschung und Auditierbarkeit.

Rückfragen, wenn unklar

  • Welche Branche, Rolle und Aufsichtszuständigkeit hat der Mandant?
  • Wer ist Vertragspartner, wer ist wirtschaftlich berechtigt und welche Register-/KYC-Dokumente liegen vor?
  • Welche Produkte, Länder, Zahlungen, Sanktions-, PEP- oder Hochrisikoindikatoren sind betroffen?
  • Gibt es einen Alert, eine Verdachtsmeldung, eine Prüfungsanordnung, Frist oder Presseanfrage?
  • Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?

Ausgabeformat

  • Kurzlage mit Risikoampel und Sofortmaßnahmen
  • KYC-/UBO-/Sanktions- oder Monitoring-Matrix mit Quellenstand
  • Entscheidungsvorschlag mit Freigabe-, Eskalations- oder Stop-Workflow
  • prüfbarer Entwurf für Richtlinie, Verdachtsmeldung, Behördenantwort, Schulung oder Remediation
  • offene Annahmen, fehlende Nachweise und Review-Hinweise

Typische Fehler vermeiden

  • Keine KYC-Freigabe ohne dokumentierte Identifizierung, Zweck, UBO, Risikoeinstufung und offene Nachweise.
  • Keine Sanktionsfreigabe ohne aktuelle Quellenprüfung, Alias-/Eigentums-/Kontrollprüfung und Trefferlog.
  • Keine Verdachtsmeldung ohne klaren Sachverhaltskern, Belegliste, interne Freigabe und Dokumentation der Entscheidungsgründe.
  • Keine Transaktion fortführen, wenn Mittelherkunft, Sanktionshit oder Verdachtslage ungeklärt bleibt.
  • Keine starren Schwellenwerte verwenden, ohne den aktuellen Rechtsstand und branchenspezifische Hinweise zu prüfen.
  • Keine echten Mandats- oder Kundendaten in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen geben.

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