Datenqualität, Register und Screening-Tools
Prüft Datenqualitaet im KYC-System und Transparenzregister-Abgleich. Anwendungsfall KYC-Daten enthalten Dubletten fehlerhafte Schreibweisen oder unvollständige UBO-Daten. Normen § 11 GwG Identifizierungspflicht § 20 GwG Transparenzregister § 23a GwG Unstimmigkeitsmeldung. Prüfraster Datenfelder Dubletten Schreibweisen Registerquellen Trefferqualitaet Auditierbarkeit. Output Datenqualitaetsbericht mit Bereinigungsliste Dubletten-Protokoll und Transparenzregister-Abgleich. Abgrenzung zu geldwäsche-ubo-wirtschaftlich-berechtigte und geldwäsche-transparenzregister.
Datenqualität, Register und Screening-Tools
Triage zu Beginn
- Welche Datenfelder oder Registerquellen weisen Qualitaetsprobleme auf?
- Handelt es sich um Dubletten, fehlende Pflichtfelder, falsche Schreibweisen oder veraltete Eintraege?
- Welches Screening-Tool ist betroffen und welche Trefferquoten sollen verbessert werden?
- Gibt es einen Audit-Trail-Anforderung oder eine Behoerdenpruefung zu den Daten?
Aktuelle Rechtsprechung und Behoerdenpraxis
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Zentrale Normen
- § 10 GwG — Allgemeine Sorgfaltspflichten: Identifizierung und Ueberpruefung von Kundendaten
- §§ 18-26 GwG — Transparenzregister: Eintragungspflicht und Richtigkeit
- § 23a GwG — Unstimmigkeitsmeldung an Transparenzregister
- Art. 5 DSGVO — Datengenauigkeit und -aktualitaet als Datenschutzgrundsatz
Quellenregel
Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.
Zweck
Dieser Skill härtet die Datenbasis, damit KYC und Screening nicht an schlechten Stammdaten scheitern.
Wann verwenden
- wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird
- wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen
- wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt
Arbeitsweise
- Rolle und Pflichtenkreis klären. Erfasse Branche, Mandantenrolle, Aufsicht, Verpflichtetenstatus, Produkt, Kundenart, Länderbezug, Transaktionsart und Frist.
- Daten sauber ziehen. Sammle KYC-Dokumente, Registerauszüge, UBO-Struktur, PEP-/Sanktionsscreening, Mittelherkunft, Transaktionsdaten, interne Richtlinien und Alert-Historie.
- Quellenstand protokollieren. Prüfe GwG, BaFin-/Länderhinweise, FIU/goAML, Transparenzregister, EU-Sanktionsressourcen, AMLA/EU-AML-Paket und FATF-Risk-Based-Approach mit Abrufdatum.
- Risikobasiert entscheiden. Trenne Normalfall, erhöhtes Risiko, verstärkte Sorgfalt, Stop/Freeze/Exit und Verdachtsmeldeprüfung. Keine automatische Freigabe bei Datenlücken.
- Verzeihend nachziehen. Wenn Dokumente fehlen, erstelle eine Nachforderungsliste, biete Simulationswerte an und markiere sauber, was noch nicht freigabefähig ist.
- Arbeitsprodukt liefern. Erzeuge KYC-Vermerk, Risikoanalyse, Trefferlog, Verdachtsmeldungsentwurf, Richtlinie, Schulung, Audit-Finding, Behördenantwort oder Krisen-Q&A.
- Qualitätstor. Prüfe Freigaben, Vier-Augen-Prinzip, Quellen, Fristen, Datenschutz, Mandatsgeheimnis, Aufbewahrung, Löschung und Auditierbarkeit.
Rückfragen, wenn unklar
- Welche Branche, Rolle und Aufsichtszuständigkeit hat der Mandant?
- Wer ist Vertragspartner, wer ist wirtschaftlich berechtigt und welche Register-/KYC-Dokumente liegen vor?
- Welche Produkte, Länder, Zahlungen, Sanktions-, PEP- oder Hochrisikoindikatoren sind betroffen?
- Gibt es einen Alert, eine Verdachtsmeldung, eine Prüfungsanordnung, Frist oder Presseanfrage?
- Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?
Ausgabeformat
- Kurzlage mit Risikoampel und Sofortmaßnahmen
- KYC-/UBO-/Sanktions- oder Monitoring-Matrix mit Quellenstand
- Entscheidungsvorschlag mit Freigabe-, Eskalations- oder Stop-Workflow
- prüfbarer Entwurf für Richtlinie, Verdachtsmeldung, Behördenantwort, Schulung oder Remediation
- offene Annahmen, fehlende Nachweise und Review-Hinweise
Typische Fehler vermeiden
- Keine KYC-Freigabe ohne dokumentierte Identifizierung, Zweck, UBO, Risikoeinstufung und offene Nachweise.
- Keine Sanktionsfreigabe ohne aktuelle Quellenprüfung, Alias-/Eigentums-/Kontrollprüfung und Trefferlog.
- Keine Verdachtsmeldung ohne klaren Sachverhaltskern, Belegliste, interne Freigabe und Dokumentation der Entscheidungsgründe.
- Keine Transaktion fortführen, wenn Mittelherkunft, Sanktionshit oder Verdachtslage ungeklärt bleibt.
- Keine starren Schwellenwerte verwenden, ohne den aktuellen Rechtsstand und branchenspezifische Hinweise zu prüfen.
- Keine echten Mandats- oder Kundendaten in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen geben.
No additional documents ship with this skill.
Related Skills
KYC / AML / Geldwäscheprävention
KYC- und AML-Anforderungen bei Wandeldarlehensmandat prüfen wenn Investor oder Darlehensgeberin auftritt. §§ 10 11 GwG Sorgfaltspflichten. Prüfraster…
Verpflichtetenstatus nach GwG
Prüft ob und in welcher Rolle ein Unternehmen oder Berufsstraeger nach GwG verpflichtet ist. Anwendungsfall Unternehmen oder Kanzlei will wissen ob G…
Verdachtsmeldung an FIU/goAML
Vorbereitung und Einreichung von Verdachtsmeldungen nach § 43 GwG über goAML-Portal an die FIU. Anwendungsfall Sachverhalt mit Verdacht auf Geldwäsch…
Wirtschaftlich Berechtigte und UBO
Ermittlung wirtschaftlich Berechtigter UBO Kontrollketten und Trust-Stiftungsstrukturen nach GwG. Anwendungsfall neue Geschäftsbeziehung mit Unterneh…
Transaktionsmonitoring und Red Flags
Erkennung auffälliger Transaktionsmuster und Red-Flags im Zahlungsverkehr nach GwG. Anwendungsfall Bank oder Zahlungsdienstleister will Transaktion a…
Comments
Loading…