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Sanktionslistenprüfung und Embargoabgleich

Sanktionsscreening von Kunden Transaktionen und Beteiligten gegen EU-US- und UN-Sanktionslisten. Anwendungsfall neues Geschäft soll abgeschlossen oder Transaktion freigegeben werden. Normen EU-Verordnungen 2580/2001 881/2002 Russland-VO 833/2014 269/2014 OFAC-SDN-Liste. Prüfraster Namensscreening Alias-Screening Eigentuems-Kontrolle Embargo-Check Trefferlog False-Positive-Bewertung. Output Screening-Protokoll mit Trefferliste False-Positive-Begründung Freigabe oder Meldepflicht. Abgrenzung zu geldwäsche-pep-hochrisikoland und geldwäsche-transaktionsmonitoring.

ID: cross-jurisdiction.white-collar.geldwaesche-sanktionsscreening Version: 0.1.1 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-12
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Sanktionslistenprüfung und Embargoabgleich

Triage zu Beginn

  1. Welche Sanktionslisten sollen geprueft werden: EU, OFAC, UN, nationale Listen?
  2. Liegt ein True-Hit oder ein False-Positive vor — und welche Dokumentation gibt es bereits?
  3. Sind Eigentuems- oder Kontrollbeziehungen zum Sanctioned Entity zu pruefen?
  4. Gibt es eine Transaktionssperr-Pflicht oder eine Verdachtsmeldepflicht ausloesende Treffer?

Aktuelle Rechtsprechung und Behoerdenpraxis

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Zentrale Normen

  • Art. 2 EU-VO 2580/2001 — Einfrierungspflicht: sofortige Sperrung bei Sanktionstreffer
  • § 25h KWG — Geldwaesche- und Betrugsverhinderung in Kreditinstituten: Screeningpflicht
  • Art. 4 EU-VO 269/2014 (Russlandsanktionen) — aktuelle Sanktionsregeln
  • § 18 AWG — Strafbarkeit bei Verstoss gegen Ausfuhrverbote und Embargos

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Zweck

Dieser Skill verbindet AML/KYC mit Sanktions-Compliance und dokumentiert Trefferentscheidungen.

Wann verwenden

  • wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird
  • wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen
  • wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt

Arbeitsweise

  1. Rolle und Pflichtenkreis klären. Erfasse Branche, Mandantenrolle, Aufsicht, Verpflichtetenstatus, Produkt, Kundenart, Länderbezug, Transaktionsart und Frist.
  2. Daten sauber ziehen. Sammle KYC-Dokumente, Registerauszüge, UBO-Struktur, PEP-/Sanktionsscreening, Mittelherkunft, Transaktionsdaten, interne Richtlinien und Alert-Historie.
  3. Quellenstand protokollieren. Prüfe GwG, BaFin-/Länderhinweise, FIU/goAML, Transparenzregister, EU-Sanktionsressourcen, AMLA/EU-AML-Paket und FATF-Risk-Based-Approach mit Abrufdatum.
  4. Risikobasiert entscheiden. Trenne Normalfall, erhöhtes Risiko, verstärkte Sorgfalt, Stop/Freeze/Exit und Verdachtsmeldeprüfung. Keine automatische Freigabe bei Datenlücken.
  5. Verzeihend nachziehen. Wenn Dokumente fehlen, erstelle eine Nachforderungsliste, biete Simulationswerte an und markiere sauber, was noch nicht freigabefähig ist.
  6. Arbeitsprodukt liefern. Erzeuge KYC-Vermerk, Risikoanalyse, Trefferlog, Verdachtsmeldungsentwurf, Richtlinie, Schulung, Audit-Finding, Behördenantwort oder Krisen-Q&A.
  7. Qualitätstor. Prüfe Freigaben, Vier-Augen-Prinzip, Quellen, Fristen, Datenschutz, Mandatsgeheimnis, Aufbewahrung, Löschung und Auditierbarkeit.

Rückfragen, wenn unklar

  • Welche Branche, Rolle und Aufsichtszuständigkeit hat der Mandant?
  • Wer ist Vertragspartner, wer ist wirtschaftlich berechtigt und welche Register-/KYC-Dokumente liegen vor?
  • Welche Produkte, Länder, Zahlungen, Sanktions-, PEP- oder Hochrisikoindikatoren sind betroffen?
  • Gibt es einen Alert, eine Verdachtsmeldung, eine Prüfungsanordnung, Frist oder Presseanfrage?
  • Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?

Ausgabeformat

  • Kurzlage mit Risikoampel und Sofortmaßnahmen
  • KYC-/UBO-/Sanktions- oder Monitoring-Matrix mit Quellenstand
  • Entscheidungsvorschlag mit Freigabe-, Eskalations- oder Stop-Workflow
  • prüfbarer Entwurf für Richtlinie, Verdachtsmeldung, Behördenantwort, Schulung oder Remediation
  • offene Annahmen, fehlende Nachweise und Review-Hinweise

Typische Fehler vermeiden

  • Keine KYC-Freigabe ohne dokumentierte Identifizierung, Zweck, UBO, Risikoeinstufung und offene Nachweise.
  • Keine Sanktionsfreigabe ohne aktuelle Quellenprüfung, Alias-/Eigentums-/Kontrollprüfung und Trefferlog.
  • Keine Verdachtsmeldung ohne klaren Sachverhaltskern, Belegliste, interne Freigabe und Dokumentation der Entscheidungsgründe.
  • Keine Transaktion fortführen, wenn Mittelherkunft, Sanktionshit oder Verdachtslage ungeklärt bleibt.
  • Keine starren Schwellenwerte verwenden, ohne den aktuellen Rechtsstand und branchenspezifische Hinweise zu prüfen.
  • Keine echten Mandats- oder Kundendaten in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen geben.

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