Marketplace Pricing Download

Steuerberater-Modus (StBerG/BOStB)

Korrespondenz von Steuerberatern auf StBerG- und Berufsrechts-Konformität anpassen. §§ 57 57a StBerG Berufspflichten DVStB. Prüfraster: Verschwiegenheit Sachlichkeit Werbegrenzen fachliche Kompetenz Unabhängigkeit. Output: angepasste Version mit Prüfprotokoll. Abgrenzung: nicht für allgemeine Anwaltskorrespondenz.

ID: de.tax.steuerberater-stberg-modus Version: 0.1.0 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-01
⬇ Download

Steuerberater-Modus (StBerG/BOStB)

Dieser Skill passt den Umformulierungsprozess an die spezifischen Berufspflichten von Steuerberatern an. Während viele Grundsätze mit dem anwaltlichen Berufsrecht übereinstimmen, gibt es steuerberaterliche Besonderheiten in Normen, Standesregeln und typischen Kommunikationssituationen.

Triage zu Beginn

  1. Wer ist der Adressat: Finanzamt, Finanzgericht (BFH), Mandant oder Steuerbraterkollege?
  2. Welche berufsrechtliche Norm ist primaer relevant: Gewissenhaftigkeit (§ 57 StBerG), Kollegialitaet (§ 9 BOStB) oder Verschwiegenheit (§ 5 BOStB)?
  3. Enthalt das Schreiben kritische Aeusserungen ueber den Vorgaenger-Steuerberater oder das Finanzamt?
  4. Hat das Schreiben rechtsverbindliche Wirkung (Einspruch, Klage) oder ist es nur informell?

Aktuelle Rechtsprechung

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Zentrale Normen

  • § 57 StBerG — Allgemeine Berufspflichten: Gewissenhaftigkeit, Verschwiegenheit, Sachlichkeit
  • § 57a StBerG — Werbung: sachliche, berufsrechtlich zulaessige Kommunikation
  • § 5 BOStB — Verschwiegenheitspflicht (analog § 2 BORA)
  • § 9 BOStB — Kollegialitaetsgebot fuer Steuerberater

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

§ 57 StBerG — Gewissenhafte Berufsausübung

§ 57 Abs. 1 StBerG verpflichtet Steuerberater zu Unabhängigkeit, Gewissenhaftigkeit, Verschwiegenheit und einem Verhalten, das dem Vertrauen in den Berufsstand entspricht. In der Korrespondenz bedeutet dies: sachliche Kommunikation mit Mandanten, Finanzbehörden und Kollegen; keine Äußerungen, die das Ansehen des Berufsstands schädigen könnten; Trennung von persönlicher Meinung und beruflicher Stellungnahme.

§ 9 BOStB — Verhalten gegenüber Berufsangehörigen

§ 9 der Berufsordnung der Steuerberaterkammer (BOStB) regelt den Umgang unter Steuerberatern analog zum anwaltlichen Kollegialitätsgebot. Steuerberater sollen sich gegenseitig mit Achtung begegnen. Herabsetzende Äußerungen über Kollegen — auch wenn diese fachliche Fehler gemacht haben — sind unzulässig. Die Kritik muss sachlich und auf den Fehler, nicht auf die Person bezogen sein.

Besonderheiten der Steuerberater-Kommunikation

Typische Adressaten sind: Finanzbehörden (Finanzämter, Bundeszentralamt für Steuern), Gerichte (Finanzgericht, BFH), Mandanten und Kollegen. Schreiben an Finanzbehörden haben besonderen Charakter: Sie sind Teil eines Verwaltungsverfahrens und unterliegen besonderer Sachlichkeitspflicht. Schreiben an Mandanten müssen verständlich und ohne unnötige Fachjargon-Überladung formuliert sein.

Berufsrechtlicher Hintergrund

Einschlägige Normen: § 57 StBerG (Allgemeine Berufspflichten), § 57a StBerG (Werbung), § 9 BOStB (Kollegialitätsgebot), § 5 BOStB (Verschwiegenheit). Ergänzend gelten die Richtlinien der Bundessteuerberaterkammer. Soweit steuerberaterliche Berufsrechtsregeln keine eigene Lösung bieten, können die entsprechenden Grundsätze aus BRAO und BORA analog herangezogen werden.

Beispiele Vorher/Nachher

Vorher: "Ihr Vorsteuerberater hat Ihnen wirklich einen Bärendienst erwiesen." Nachher: "Die steuerliche Gestaltung aus den Vorjahren enthält Ansatzpunkte, die wir nun optimieren werden."

Vorher: "Das Finanzamt irrt sich mal wieder." Nachher: "Der Bescheid vom TT.MM.JJJJ weicht von der einschlägigen BFH-Rechtsprechung ab. Ich werde Einspruch einlegen."

Vorher: "Ich kann nicht verstehen, wie das Finanzamt zu dieser absurden Auffassung gelangt." Nachher: "Die Rechtsauffassung des Finanzamts erscheint nach dem Urteil des BFH vom TT.MM.JJJJ (Az. XY) nicht haltbar."

Vorher: "Das habe ich Ihnen doch schon hundertmal erklärt!" Nachher: "Wie bereits in meinem Schreiben vom TT.MM.JJJJ dargelegt, gilt folgendes..."

Ausgabeformat

Der Skill gibt aus: (1) Analyse des Textes auf steuerberaterliche Berufspflichten. (2) Identifizierte Risikostellen. (3) Konforme Alternativformulierung. (4) Einschlägige StBerG/BOStB-Norm.

Related Skills

Germany flagGermany · tax

Verbrauchsteuer

Verbrauchsteuerrecht für Energieerzeugnisse Strom Tabak Alkohol Bier Schaumwein und Kaffee. Anwendungsfall Hersteller oder Haendler prüft Steuerlager…

Klotzkette
Germany flagGermany · tax

Umwandlungssteuerrecht

Umwandlungssteuerrecht: Begleitet Verschmelzung, Spaltung und Formwechsel nach UmwStG auf Steuerneutralitaet, Buchwertfortführung, Sperrfristen, Verl…

Klotzkette
Germany flagGermany · tax

Umwandlungssteuerrecht

Umwandlungssteuerrecht Buchwertantrag steuerliche Rückwirkung und Verlustuntergang prüfen: Anwendungsfall Corporate-Team und Steuerteam muessen umwan…

Klotzkette
Germany flagGermany · tax

IV-integrierte Steuern und Bilanzfolgen

Steuerliche und bilanzielle Folgen des Insolvenzplans oder StaRUG prüfen damit Planwirkungen nicht an Nebenwirkungen scheitern. §§ 3a 3c EStG Sanieru…

Klotzkette
Germany flagGermany · tax

E-Rechnung, XRechnung, ZUGFeRD und GoBD

Elektronische Kanzleirechnung in XRechnung oder ZUGFeRD vorbereiten und validieren. Anwendungsfall Mandant oder öffentliche Hand verlangt Rechnung im…

Klotzkette