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KYC-Onboarding und Kundenprüfung

KYC-Onboarding neuer Kunden mit Identifizierung Risikoklassifizierung und Freigabe nach GwG. Anwendungsfall neue Geschäftsbeziehung soll aufgenommen werden und GwG-Identifizierung muss durchgeführt werden. Normen §§ 10 11 GwG allgemeine Sorgfaltspflichten § 15 GwG verstaerkte Sorgfaltspflicht § 14 GwG vereinfachte Sorgfaltspflicht. Prüfraster Identifizierung Zweck Geschäftsbeziehung Mittelherkunft Eigentumsstruktur Risikoeinstufung Freigabe. Output KYC-Akte mit Identifizierungsprotokoll Risikoeinstufung Freigabevermerk und periodischer Aktualisierungsplan. Abgrenzung zu geldwäsche-pep-hochrisikoland und geldwäsche-ubo-wirtschaftlich-berechtigte.

ID: de.regulatory.geldwaesche-kyc-onboarding Version: 0.1.0 License: Apache-2.0 Author: Klotzkette Language: de Added: 2026-06-01
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KYC-Onboarding und Kundenprüfung

Triage zu Beginn

  1. Handelt es sich um eine natuerliche Person, juristische Person oder einen Trust/Stiftung?
  2. Gibt es PEP-Indikatoren, Hochrisikobezug oder komplexe Eigentumsstrukturen (mehr als zwei Ebenen)?
  3. Welche Unterlagen liegen bereits vor und welche fehlen fuer die vollstaendige Identifizierung nach § 10 GwG?
  4. Welche Risikoklasse (niedrig/normal/erhoehte Sorgfalt/verstaerkte Sorgfalt) wird erwartet?

Aktuelle Rechtsprechung und Behoerdenpraxis

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Zentrale Normen

  • §§ 10-17 GwG — Allgemeine und vereinfachte Sorgfaltspflichten
  • § 13 GwG — Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten
  • § 15 GwG — Verstaerkte Sorgfaltspflichten (PEP, Hochrisikoland)
  • § 11 Abs. 6 GwG — Risikobasierte Aktualisierungspflicht der KYC-Daten

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Zweck

Dieser Skill macht aus unvollständigen Kundenunterlagen einen geführten, verzeihenden KYC-Prozess.

Wann verwenden

  • wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird
  • wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen
  • wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt

Arbeitsweise

  1. Rolle und Pflichtenkreis klären. Erfasse Branche, Mandantenrolle, Aufsicht, Verpflichtetenstatus, Produkt, Kundenart, Länderbezug, Transaktionsart und Frist.
  2. Daten sauber ziehen. Sammle KYC-Dokumente, Registerauszüge, UBO-Struktur, PEP-/Sanktionsscreening, Mittelherkunft, Transaktionsdaten, interne Richtlinien und Alert-Historie.
  3. Quellenstand protokollieren. Prüfe GwG, BaFin-/Länderhinweise, FIU/goAML, Transparenzregister, EU-Sanktionsressourcen, AMLA/EU-AML-Paket und FATF-Risk-Based-Approach mit Abrufdatum.
  4. Risikobasiert entscheiden. Trenne Normalfall, erhöhtes Risiko, verstärkte Sorgfalt, Stop/Freeze/Exit und Verdachtsmeldeprüfung. Keine automatische Freigabe bei Datenlücken.
  5. Verzeihend nachziehen. Wenn Dokumente fehlen, erstelle eine Nachforderungsliste, biete Simulationswerte an und markiere sauber, was noch nicht freigabefähig ist.
  6. Arbeitsprodukt liefern. Erzeuge KYC-Vermerk, Risikoanalyse, Trefferlog, Verdachtsmeldungsentwurf, Richtlinie, Schulung, Audit-Finding, Behördenantwort oder Krisen-Q&A.
  7. Qualitätstor. Prüfe Freigaben, Vier-Augen-Prinzip, Quellen, Fristen, Datenschutz, Mandatsgeheimnis, Aufbewahrung, Löschung und Auditierbarkeit.

Rückfragen, wenn unklar

  • Welche Branche, Rolle und Aufsichtszuständigkeit hat der Mandant?
  • Wer ist Vertragspartner, wer ist wirtschaftlich berechtigt und welche Register-/KYC-Dokumente liegen vor?
  • Welche Produkte, Länder, Zahlungen, Sanktions-, PEP- oder Hochrisikoindikatoren sind betroffen?
  • Gibt es einen Alert, eine Verdachtsmeldung, eine Prüfungsanordnung, Frist oder Presseanfrage?
  • Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?

Ausgabeformat

  • Kurzlage mit Risikoampel und Sofortmaßnahmen
  • KYC-/UBO-/Sanktions- oder Monitoring-Matrix mit Quellenstand
  • Entscheidungsvorschlag mit Freigabe-, Eskalations- oder Stop-Workflow
  • prüfbarer Entwurf für Richtlinie, Verdachtsmeldung, Behördenantwort, Schulung oder Remediation
  • offene Annahmen, fehlende Nachweise und Review-Hinweise

Typische Fehler vermeiden

  • Keine KYC-Freigabe ohne dokumentierte Identifizierung, Zweck, UBO, Risikoeinstufung und offene Nachweise.
  • Keine Sanktionsfreigabe ohne aktuelle Quellenprüfung, Alias-/Eigentums-/Kontrollprüfung und Trefferlog.
  • Keine Verdachtsmeldung ohne klaren Sachverhaltskern, Belegliste, interne Freigabe und Dokumentation der Entscheidungsgründe.
  • Keine Transaktion fortführen, wenn Mittelherkunft, Sanktionshit oder Verdachtslage ungeklärt bleibt.
  • Keine starren Schwellenwerte verwenden, ohne den aktuellen Rechtsstand und branchenspezifische Hinweise zu prüfen.
  • Keine echten Mandats- oder Kundendaten in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen geben.

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